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1907 |
Forest
entwickelt die Elektronenröhre. |
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1924 |
Holleriths
Firma Hollerith Tabulating Company wird zur IBM. |
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1934 |
Konrad
Zuse (1910-1995) beginnt mit der Planung einer
programmgesteuerten Rechenmaschine auf Basis des Dualsystems. |
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1937 |
Alan
Turing schlägt ein Modell für einen
Universalrechner vor: die Turingmaschine. |
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1937 |
Die
mechanische Anlage Z1 von Konrad Zuse ist fertig. |
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1938 |
Conrad Zuse
beendet den Bau der Z1. Ihr Speicher- und Rechenwerk wurde von
ihm und Studienkollegen mit Laubsägen aus Blechen ausgesägt.
Die Programme wurden auf Filmstreifen gelocht. |
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1939 |
Atanasoff-Berry-Computer
arbeitet binär zur Lösung von Gleichungssystemen mit 29
Unbekannten. |
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1940 |
Conrad Zuse baut
die Z2 in Relaistechnik. Sie funktioniert nur bei der Vorführung. |
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1941 |
Die
elektro-mechanische Anlage Z3 von Zuse ist fertig und der
erste funktionsfähige programmgesteuerte Rechenautomat. Die
Programmierung erfolgt via Lochstreifen. Z3 besteht aus
2000 Relais und kann 64 Worte von je 22 Bit speichern. Zur
Multiplikation werden ca. 3 Sekunden benötigt. |
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1943 |
Der
britische Röhrenrechner Colossus knackt den
Enigma-Code der deutschen Wehrmacht. |
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1944 |
Howard H. Aiken
baut MARK I, eine raumfüllende Rechenanlage. Für eine
Addition benötigt sie nur 0,3 Sekunden. 1946 Dr. J. Prespert
Eckert und John W. Mauchley bauen die ENIAC. Vollständig in
Röhrentechnik aufgebaut, benötigt sie immerhin noch 140
qm Grundfläche und ist rund 2000 mal so schnell wie MARK I. |
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1946 |
J.
P. Eckert und J. W. Mauchly stellen die ENIAC
fertig (Electronic Numerical Integrator and Automatic
Calculator), den ersten voll elektronischen Rechner mit ca. 18000
Elektronenröhren. Multiplikationen dauern ca. 3 ms. |
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1946 - 1952 |
Basierend
auf den Ideen von John von Neumann (1903-1957) und anderen
werden in Princeton weitere Rechner entwickelt. |
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1947 |
William
Shockley erfindet den Transistor (Nobelpreis für
Physik 1956). |
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1949 |
M.
V. Wilkes (Uni Manchester) stellt den ersten universellen
Digitalrechner vor, den EDSAC. |
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1955 |
Der Transistor
wird in der 1949 von Shockley entdeckten Form industriell
gefertigt. |
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1957 |
Industrielle
Herstellung von elektronischen Rechenanlagen beginnt. Die
Programmiersprache Fortran
wird von John Backus vorgestellt. |
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1958 - 1959 |
Texas
Instruments entwickelt den ersten integrierten Schaltkreis. |
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1960 |
ALGOL-60,
die erste Programmiersprache mit Blockstruktur und
Rekursion, wird vorgestellt. |
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1962 |
Entwicklung der
integrierten Schaltkreise. Viele Bauteile werden auf kleinstem
Raum vereinigt. Diese Technik gestattet es anfänglich,
160000 Additionen je Sekunde durchzuführen. |
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1965 |
Die
erste Rechner-Maus wird von Doug Engelbart entwickelt. |
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1967 |
Dahl
u. Nygaard entwickeln Simula-67,
die erste "objektorientierte" Programmiersprache. |
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1969 |
Das
ArpaNet
verbindet 4 Rechner an UCLA, UCSB, SRI und der University of
Utah. Es ist der Vorläufer des Internet. |
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1971 |
Der
CPU-Hersteller Intel bringt den 4004 auf den Markt: Der
Prozessor wird als "erster Computer auf einem einzigen Chip"
gefeiert, taktet mit 108 kHz und besitzt 2300 Transistoren. |
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1972 |
Kernighan
und Ritchie entwickeln die Programmiersprache C.
Der erste 8-Bit Mikroprozessor, der Intel 8008, wird vorgestellt. |
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1973 |
Goldberg,
Kay u.a. entwickeln Smalltalk,
die erste vollständig objektorientierte
Programmiersprache. |
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1974 |
Nachfolger
des 4004 ist der 8080. Wie sein Vorgänger landet der
8-Bit-Prozessor mit 6000 Transistoren und 2 MHz Taktfrequenz kaum
in den Großrechnern, sondern geht überwiegend als
Steuer- und Regelinstrument in Maschinen der Fertigungsindustrie.
Auch Intels Rivale Motorola präsentiert einen ersten
8-Bit- Mikroprozessor, den 6808. |
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1974 |
Der
erste Arbeitsplatzrechner mit Rasterbildschirm und grafischer
Benutzerschnittstelle, der Xerox Alto, erscheint. Kahn und
Cerf entwickeln TCP, ein Protokoll für
Paketvermittlung über Rechnernetze |
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1975 |
Intel
bekommt noch mehr Konkurrenz: Der ebenfalls 1969 gegründete
Chip-Hersteller Advanced Micro Devices (AMD) stellt den 8080A
vor. Außerdem gründen zwei ehemalige
Intel-Mitarbeiter; die den 4004 mitentwickelten, Zilog.
Noch im selben Jahr bringt Zilog einen 8-Bit-Prozessor auf den
Markt: Der Z80 verarbeitet mehr Befehle und ist schneller
als der 8080. Zeitweise verkauft er sich sogar besser als der
Intel-Prozessor. Der erste PC Altair ist als Bausatz für
$397 erhältlich. Die Programmierung erfolgt durch Schalter
an der Vorderseite; die Ergebnisse werden durch Dioden angezeigt. |
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1976 |
Intel und AMD
einigen sich auf einen Technologie-Austausch. Im Rahmen dieses
Abkommens erhält AMD unter anderem die Lizenz für
Intels Microcode. |
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1977 |
Apple
bringt mit dem Apple II einen Personal Computer auf den Markt.
Der "persönliche Rechner" arbeitet mit dem
6502-Prozessor; den ein ehemaliger Motorola-Mitarbeiter
entwickelt hat. Radio Shack bringt den RTS-80 in den USA
auf den Markt. |
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1978 |
Mit
dem 8086, einem 16-Bit- Prozessor; beginnt die Erfolgsgeschichte
von Intels 80x86-Familie. Alle Prozessoren, die in den nächsten
Jahren entwickelt werden, sind abwärtskompatibel zum 8086.
Anwender; die auf einen leistungsstärkeren PC umsteigen,
müssen sich daher nicht von ihrer Software trennen. Mit
anfangs 29.000 Transistoren und einer Taktfrequenz von 5 (später
10) MHz kann der 8086 mindestens 330.000 Befehle pro Sekunde
abarbeiten. Im zehnten Jahr seit seiner Gründung verbucht
Intel einen Jahresumsatz von 283 Millionen Dollar. Die Firma NEC
baut den 8086 mit Erlaubnis von Intel nach. Der NEC V20
ist dank einiger Verbesserungen in der Architektur etwas
leistungsfähiger als das Original. |
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1979 |
Intel entwickelt
mit dem 8088 eine abgespeckte Version des 8086. Der neue
Prozessor behält intern seinen 16-Bit-Datenbus, arbeitet
extern jedoch nur mit einem 8 Bit breiten Datenpfad. Der
entsprechende NEC-Nachbau heißt V30. Im selben Jahr bringt
Motorola den 68000, einen 16-Bit-Prozessor mit 68.000
Transistoren, auf den Markt. Software-Entwickler sind begeistert
von der neuen CPU. Für den 8088 und 8086 vergibt Intel
Second-Source-Lizenzen für den Nachbau der Prozessoren an
andere Chip-Hersteller - etwa AMD, IBM, SGS Thomson und Siemens. |
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1980 |
Siemens
stellt seine ersten x86-CPUs vor: den SAB 8086 und den 8088.
Motorola entwickelt den ersten 32-Bit Mikroprozessor, den
MC 68000. |
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1981 |
Die Motorola-CPU
68000 ist zwar leistungsfähiger als der Intel-Prozessor. Da
Motorola jedoch nicht liefern kann, beschließt IBM, seinen
PC mit Intels 8088 auszustatten. Das Unternehmen gibt die
IBM-PC-Architektur für den Nachbau frei. Aufgrund der
Erwartung, dass IBM künftig auch auf dem PC-Sektor das
Marktgeschehen bestimmen wird, entschließen sich zahlreiche
Hersteller, ihre PC-Modelle am IBM-Vorbild auszurichten. Der
IBM-PC-kompatible Rechner tritt seinen Siegeszug an. Seit diesem
Zeitpunkt löst alle drei bis vier Jahre eine neue
Prozessorgeneration von Intel die alte ab. Mit jeder
Entwicklungsstufe steigt die Anzahl der auf dem Chip
untergebrachten Transistoren, die Schaltstrukturen werden immer
winziger - während die Leistung stets zunimmt. Doch die
Konkurrenz schläft nicht: Der mittlerweile stärkste
Intel-Konkurrent und Apple-Hauslieferant Motorola beweist mit
Hilfe von Benchmarks, daß der 68000 leistungsfähiger
ist als der 8086. Die Motorola-CPU steuert auch Apples Lisa,
einen der Vorläufer des legendären Macintosh. AMD
präsentiert einen eigenen 8086. |
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1982 |
Mit
dem 80286 stellt Intel eine neue 16-Bit-CPU mit fast
130.000 Transistoren vor. IBM setzt den 16-Bit-Prozessor in einem
AT (Advanced Technology) ein. Gegenüber dem Vorgänger
PC/XT ist er um 16-Bit-Steckplätze für
Erweiterungskarten ergänzt worden. Vom PC/AT verkauft IBM
mehrere Millionen Stück. Und Intel wird zum bevorzugten
Prozessor-Lieferanten für nahezu alle Hersteller von
IBM-PC-kompatiblen Rechnern. Auf Wunsch von IBM erhalten AMD und
Siemens eine erweiterte Fertigungslizenz für die
Intel-x86-Familie, die bis zum Jahr 1995 gültig ist. Damit
dürfen sie auch den Original-Microcode von Intel verwenden.
Siemens präsentiert den 286-Clone SAB 80286, AMD stellt den
8088 vor. |
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1984 |
Intel verklagt
NEC. Das Unternehmen habe die Urheberrechte am 8088 und 8086
verletzt, so der Vorwurf seitens Intel. Motorola stellt die
32-Bit-CPUs 68010 und 68020 vor. Apple liefert den ersten
Macintosh aus; er wird von Motorolas 68000er angetrieben. AMD
präsentiert seinen ersten 286er, den Am286. Der Prozessor
taktet mit 16 MHz. |
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1985 |
Das
32-Bit-Zeitalter bricht an: Intels 80386 besitzt 275.000
Transistoren und ist kompatibel zu seinen Vorgängern. Die
32-Bit-CPU taktet mit 16 MHz, in den folgenden Jahren mit 20, 25
und schließlich mit 33 MHz. Sie ist multitaskingfähig',
das heißt, sie kann mehrere Programme gleichzeitig
verarbeiten. Mit dem V60 präsentiert jetzt auch NEC einen
32-Bit- Prozessor. |
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1986 |
Der erste
PC-Hersteller; der den 80386 einsetzt, ist Compaq; andere
Anbieter ziehen nach. CPU-Hersteller Nexgen wird gegründet.
Das kalifornische Unternehmen beginnt, x86-Prozessoren der
fünften Generation zu entwickeln. Motorola präsentiert
den 68030 mit 300.000 Transistoren; Commodore bringt den Amiga
auf den Markt, in dem ein 68000er seinen Dienst verrichtet. Der
erste 80286-Rechner in teurer Profi-Ausstattung ist auf dem
Markt: Er kostet mehr als 10.000 Mark. Intel gewinnt gegen NEC:
Das Gericht erklärt, dass Intel das Copyright auf den
Microcode seiner Prozessoren zu Recht beansprucht. Ab jetzt will
Intel das Geschäft allein machen und kehrt seiner bisherigen
Lizenzpolitik den Rücken: Trotz des im Jahr 1982 erneuerten
Abkommens vergibt das Unternehmen keine Lizenzen mehr an
Zweithersteller. Hersteller, die 386er in ihre PCs einbauen, sind
damit von Intel abhängig. Einzige Ausnahme: IBM. Intel
erlaubt dem Unternehmen, für den eigenen Bedarf 80386-CPUs
zu fertigen. Um die PC-Hersteller kontinuierlich mit CPUs
beliefern zu können, verteilt Intel die Produktion nun auf
mehrere Werke. |
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1987 |
AMD verklagt
Intel wegen Vertragsbruchs. Zilog präsentiert den Z280, eine
16-Bit-Version des Z80. IBM kündigt die P512-Reihe an. Die
neuen Rechner arbeiten mit 80286- und 80386-CPUs (Taktraten
zwischen 8 und 20 MHz) und besitzen eine völlig neue und zu
früheren Modellen inkompatible PC-Architektur: Anstelle des
alten ISA-Busses verfügen die neuen PCs über den
sogenannten Mikrokanal. Der Gegenstandard heißt EISA, und
er wird etwa von Compaq heftig propagiert. Die Diskussion um
EISA, ISA oder Mikrokanal beherrscht die folgenden Jahre - EISA
und ISA setzen sich schließlich durch. |
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April 1988 |
Cyrix
wird gegründet. Das Unternehmen fertigt zunächst
mathematische Coprozessoren. AMD
entwickelt den 286 weiter: Die CPU in
CMOS-Technik taktet mit 20 beziehungsweise 25 MHz und
erreicht fast das Niveau eines 386-Prozessors. |
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Juni 1988 |
Intels 80386-CPU
verkauft sich nur schleppend. Um den PC-Anwendern die neue CPU
schmackhaft zu machen, bringt Intel einen kostengünstigen
386er mit 16 statt 32 Bit Bandbreite auf den Markt: den 80386SX.
Gleichzeitig startet Intel eine Werbekampagne, in der es den
286er für tot erklärt. Hintergedanke: Im 286-Bereich
muss sich Intel mit lästigen Rivalen wie AMD herumschlagen -
den 386-Markt dominiert Intel (noch) allein. Die Aktion hat
Erfolg: Immer mehr Anwender steigen auf die 32-Bit-Plattform um.
Zur gleichen Zeit wird das Logo "intel inside"
eingeführt - in den kommenden Jahren entwickelt sich Intel
zu einem weltbekannten Markennamen. NEC erweitert seine V-Serie
um den V70, der laut Hersteller 15 Mips schafft. Die
stromsparende V-Serie wird vor allem in Notebooks eingesetzt. |
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2 November 1988 |
„Internet
88 worm“ - Das Programm
wurde am späten Nachmittag des 2.November 1988 gestartet und
stoppte die meisten Systeme, die mit dem Internet verbunden
waren. Der Mechanismus, der Verhindern sollte, daß ein
Computer mehrere Mal infiziert wurde nicht wie erwartet und der
schädliche Aspekt von „Internet
88 worm“, der keine logische
Bombe enthielt, zeigte sich in einer großen Überlastung
der betroffenen Systeme (besonders durch ein Blockieren von
Email, was eine Verzögerung beim Austausch von Lösungen
zwischen den Systemadministratoren verursachte). |
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April 1989 |
Intels
neuer Prozessor, der 80486, verfügt über 1,2 Millionen
Transistoren, das sind vier mal mehr als beim Vorgänger. Der
mathematische Coprozessor ist ab sofort in den Hauptprozessor
integriert. Auch ein 8 KB großer Cache für Daten und
Instruktionen sowie ein Cache-Controller
sind erstmals auf dem 486er integriert (bislang waren
diese als separate Bausteine realisiert). So hat der Prozessor
die demnächst benötigten Daten und Instruktionen oft
schon im Cache stehen und arbeitet sie schneller ab, als wenn er
die Informationen erst aus dem Hauptspeicher anfordern müsste.
Der Prozessor taktet anfangs mit 25 MHz und wird bis 1992 zum
80486DX2 mit 66 MHz und 1994 zum DX4 mit 100 MHz
weiterentwickelt. Kurze Zeit später kommt er als
Low-Cost-Version ohne FPU und mit 16 MHz Takt auf den Markt. Um
mehr Leistung aus der CPU herauszuholen, ohne andere Komponenten
zu überfordern, verwendet Intel ab dem 486DX2 eine neue
Technik: Die CPUs takten intern höher als extern
(Taktfrequenz). Um Wärmeprobleme zu vermeiden, gibt es den
486er, der mit einer Spannung von 5 Volt arbeitet, kurze Zeit
später auch als 3-Volt-Version. Dass am 486er massiv
gearbeitet wurde, zeigt sich auch an den zahlreichen CPU-Sockeln,
die im Laufe der Weiterentwicklung des 486ers kreiert
wurden. |
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Herbst 1989 |
Intel reduziert
die 386SX-Preise um bis zu 30 Prozent. Damit will das Unternehmen
Second Source-Hersteller wie AMD in Schach halten, die ihre
286-Prozessoren immer höher takten. Intel hat
Schwierigkeiten mit der Auslieferung des 486ers. Motorola
präsentiert den 68030 jetzt mit 50 MHz Takt und externer
FPU. Kurz darauf folgt der 68040, der nun - wie der 80486 - eine
integrierte FPU sowie einen segmentierten, also nach Daten und
Befehlen getrennten, internen Cache besitzt. |
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1990 |
AMD
kündigt einen 386-Prozessor an: den Am386. Intel
verklagt AMD: Das Unternehmen habe, so Intel, unerlaubterweise
den Intel-Microcode im AMD-Coprozessor 80287 verwendet. Der
WWW-Browser Mosaic erleichtert das Navigieren im Internet;
der Boom des Internet beginnt. |
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1991 |
Im März
präsentiert AMD seinen ersten Clone von Intels 80386DX, der
auf dem Microcode von Intel basiert. Der Am386DX taktet anfangs
mit 20, später mit 40 MHz. Im Juli folgt der 386SX-Clone
Am386SX mit 25 MHz Takt. IBM und Intel unterzeichnen einen
10-Jahres-Vertrag zur gemeinsamen Entwicklung von Prozessoren. |
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1991 |
Sun
entwickelt die Programmiersprache Oak, die später als
Java bekannt wird. |
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1992 |
Cyrix
stellt seinen ersten Mikroprozessor vor. Der 386SX-Clone Cx486
kommt als Cx486SLC mit 25 MHz Takt (intern und extern), kurze
Zeit später als DLC mit 33 MHz internem und externem Takt,
er besitzt aber nur 1 KB Cache und keinen mathematischen
Coprozessor. Im Rechtsstreit zwischen AMD und Intel entscheidet
das Gericht, dass AMD den Intel-Microcode im 80287 nicht
verwenden darf. AMD stellt die Produktion des Coprozessors ein.
Damit AMD bei einer eventuellen Schlappe in der gerichtlichen
Auseinandersetzung um die in der Entwicklung befindlichen
Nachfolgeprozessoren etwas in der Hand hat, entwickelt das
Unternehmen 486-kompatible Nachbauten (Am486), die auf
einem eigenen Microcode basieren und in 486-Hauptplatinen mit
Sockel 1 (168 Pins) passen: den Am486SX, dessen 3,3-Volt-Variante
Am486SXLV so wie den Am486SX2 in 3,3- und 5-Volt-Technik. Doch
noch im selben Jahr gewinnt AMD den Prozess. |
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März 1993 |
Intel überrascht
die Konkurrenz: Um den Clonern eins auszuwischen, nennt Intel
seinen neuen Chip nicht 80586, sondern Pentium - eine
Bezeichnung, die sich - im Gegensatz zu einer Zahl -
warenrechtlich schützen lässt. Der neue Prozessor wird
anfangs in 5-Volt-Technik gefertigt. Er ist Software-kompatibel
zu seinen Vorgängern, diesen jedoch haushoch überlegen:
Mit einer Strukturbreite von anfangs 0,8, später 0,35
Mikron, lässt sich die Zahl der Transistoren auf über
3,1 Millionen steigern. Der Pentium taktet intern anfangs mit 60
oder 66 MHz und passt in den Sockel 4 (273 Pins). Neu ist, dass
der Prozessor in einem Taktzyklus zwei Befehle ausführen
kann. Der Datenzugriff wird durch zwei interne 8 KB große
Caches beschleunigt: Der eine speichert die jeweils aktuellen
Befehle, der andere die Daten. Hinzu kommt, dass der externe
Datenbus zum Hauptspeicher jetzt 64 Bit breit ist. Vor allem im
Fließkommabereich wurde der Pentium verbessert. Er ist dort
dreimal so schnell wie ein 486er. |
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April 1993 |
AMD präsentiert
nun weitere 486DX-Clones: den Am486-DX/40 (40 MHz Takt), den
Am486DX2/50 (50/25 MHz) und den Am486DX2/66 (66/33 MHz). Auch
Cyrix kommt mit neuen 80486-CPUs auf den Markt: Der Cx486S mit 33
und 40 MHz Takt ist Pin-kompatibel zu Intels 486SX, der Cx486SLC2
ist Pin-kompatibel zu Intels 386SX und taktet mit 40/20 und 50/25
MHz (intern/extern). AMD entwickelt einen x86-Prozessor der
fünften Generation. |
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Januar 1994 |
Cyrix stellt
weitere 486-Kopien vor: Cx486DX und -DX2 besitzen die gleichen
Eckdaten wie die Intel-Originale. |
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Februar 1994 |
Intel
präsentiert einen Pentium in 3,3-Volt-Technik, der mit 90/60
und 100/66, kurz darauf auch als preiswerte Einstiegsversion mit
75/50 MHz taktet und in den Sockel 5 (320 Pins), später in
den Sockel 7 (321 Pins) passt. Mit der 3,3-Volt-Technik will
Intel den mit steigender Taktfrequenz aufkommenden Wärmeproblemen
begegnen. |
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März 1994 |
Cyrix
präsentiert einen Upgrade Prozessor; der 386-PCs zu 40 bis
50 Prozent mehr Leistung verhelfen soll: Der Cx486DRx2 besitzt
einen von Cyrix selbst entwickelten 486-Befehlssatz und taktet
mit 32/16, 40/20 und 50/25 MHz. Nexgen enthüllt auf der
CeBIT seinen Prozessor der fünften Generation, der dem
Pentium Konkurrenz machen soll. Der Nx586 ist eine superskalare
CPU mit 60 und 66 MHz interner wie externer Taktrate. Sie verfügt
über einen segmentierten Cache - zwei getrennte Daten- und
Befehls Caches mit je 16 KB - und einen 64 Bit breiten Datenbus.
Anders als beim Pentium ist beim Nx586 die FPU nicht integriert,
der Cache-Controller befindet sich dagegen in der CPU. Ein
spezieller Cache-Bus erlaubt es, den Second-Level-Cache mit
voller CPU-Geschwindigkeit zu betreiben. |
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April 1994 |
Die
Zusammenarbeit zwischen Intel und IBM geht in die Brüche.
IBM schwenkt um zum Prozessorhersteller Cyrix. Die beiden Firmen
beschließen eine zunächst auf fünf Jahre
befristete Zusammenarbeit: Cyrix entwickelt das CPU-Design, IBM
fertigt die Prozessoren, die dann zu gleichen Teilen an beide
Firmen gehen. |
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Juni 1994 |
Cyrix/IBM
präsentieren den Cx486DX2. Die 32-Bit-CPU ist als 66/33-
sowie als 80/40-MHz-Version erhältlich und besitzt 8 KB
internen Cache. Kurz darauf kommt sie in 3,3-Volt-Technik als
Cx4S6DX2-V66 auf den Markt, womit sie sich auch für
Notebooks eignet. Für den Desktop- Markt ist dagegen der
C486DX2-V80 bestimmt, der ebenfalls in 3,3-Volt- Technik
arbeitet. |
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August 1994 |
Den Am486DX2
gibt es jetzt auch mit 80/40 MHz. Nexgen und IBM schließen
ein Produktionsabkommen. |
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September 1994 |
Nexgen
präsentiert neue Versionen seines Nx586. Die CPU soll mit
Taktraten von 70, 75, 84 und später 93 MHz dem Pentium 90
Paroli bieten. Ein 64-Bit-Datenpfad und der 32 KB große
Cache für Befehle und Daten machen den Nx586 so
leistungsfähig, daß er als ernstzunehmender
Pentium-Herausforderer gilt. Dass er keinen durchschlagenden
Erfolg hat, liegt in erster Linie daran, dass er keinen
Coprozessor besitzt und nicht Pin-kompatibel zum Pentium ist,
also eine spezielle Hauptplatine benötigt. |
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Oktober 1994 |
Cyrix stellt den
Cx486DX2 mit 100 MHz interner Taktrate auf der amerikanischen
Computer-Fachmesse Comdex in Las Vegas vor. Der neue Prozessor
konkurriert gegen Intels 486DX 4/100-CPU. |
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November 1994 |
Schwerer
Rückschlag für Intel: Aufgrund eines Fehlers in der 4:3
Fließkomma-Einheit berechnet der Pentium-Prozessor
bestimmte Rechenoperationen falsch. Intel bemüht sich, die
Sache herunterzuspielen. Nach einigem Hin und Her bietet das
Unternehmen zur Schadensbegrenzung Anwendern, deren PC mit einem
fehlerhaften Pentium arbeitet, einen kostenlosen
Prozessoraustausch an. |
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Dezember 1994 |
AMD präsentiert
jetzt den Am486DX4, einen 3,3-Volt Prozessor mit 8 KB internem
Cache. Es gibt ihn mit einer internen Taktrate von 100 MHz und
einem Systemtakt von 33 oder 50 MHz. Der Prozessor konkurriert
gegen den DX4/100 von Intel. |
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Dezember 1995 |
Cyrix stellt
zusammen mit IBM und SGS Thomson seine sechste
Prozessorengeneration vor. Der 6x86 - Codename M1 - ist
Pin-kompatibel zum Pentium (Sockel 7). Der 6x86 PR12O taktet
intern mit 100 MHz (extern mit 50 MHz). Er besitzt 16 KB internen
Cache, arbeitet in 3,3-Volt- Technik und liefert erstaunliche
Testergebnisse: Unter bestimmten Bedingungen arbeitet der 6x86
mindestens so schnell wie ein Pentium 100, zum Teil ist er sogar
schneller als der Pentium 133 und der Pentium Pro. Mit dem 6x86
hat Cyrix erstmals einen Prozessor entwickelt, der den Pentium in
der Leistung leicht übertrifft und dabei ein gutes Stück
billiger ist. Allerdings benötigt der neue Cyrix-Prozessor
ein angepasstes Bios, um seine volle Leistung zu entfalten.
Außerdem ist er im Fließkommabereich nicht so stark
wie der Pentium. |
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Januar 1995 |
AMD und Intel
einigen sich außergerichtlich: AMD darf seine 386- und
486-Prozessoren mit Intel-Microcode weiterproduzieren. Das
Unternehmen versichert jedoch, den Microcode für die
Nachfolgefamilien nicht mehr zu benutzen. |
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März 1995 |
Auf der CeBIT
stellt Intel eine 120-MHz-Version des Pentium vor. |
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Juni 1995 |
Cyrix
präsentiert den 32-Bit-Prozessor 5x86/100 - einen
486er mit 100 MHz internem Takt (kurz darauf auch mit 120 und 133
MHz) und 16 KB Cache, der dem 75-MHz-Pentium Paroli bieten soll.
Er ähnelt in seiner Architektur zwar eher einem 486DX4,
beherrscht aber moderne Techniken wie Branch Prediction. Der
Systemtakt beträgt 33 MHz. Gute Chancen hat der 5x86 vor
allem im Notebook-Bereich, da er bei höherer Leistung
weniger Strom frißt als der Pentium. Der Pentium taktet nun
mit 133 MHz. AMD bringt eine 120-MHz- Version seines 486DX4 auf
den Markt. |
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Juli 1995 |
Die Firma Texas
Instruments, die schon mehrere Jahre im Prozessormarkt
mitgemischt hat, will mit einem 486SX-ähnlichen Chip in das
486-Geschäft einsteigen. |
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Oktober 1995 |
Nexgen liefert
erste Modelle des Nx586 mit 120 MHz aus. Die Show stiehlt Nexgen
den anderen CPU-Herstellern jedoch mit einem neuen Chip: Der
Nx686 kommt mit 48 KB internem Cache (32 KB Daten/16 KB Befehle)
und einem internen Takt von 180 MHz. Eine weitere Besonderheit
sind die Multimedia-Befehle, die auf einer speziellen Einheit
integriert sind. Allerdings ist der Nexgen-Prozessor nicht
kompatibel zum Pentium (Pro). Die Firma AMD, die mit der
Entwicklung eines eigenen Microcodes nicht weiterkommt, übernimmt
Nexgen. |
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November 1995 |
Auf
der CeBIT hatte man bereits erste Prototypen hinter vorgehaltener
Hand begutachten können - jetzt ist es soweit: Der Pentium
Pro wird offiziell vorgestellt. Den Intel-Prozessor der
sechsten Generation gibt es mit 150, 166, 180 und 200 MHz
interner Taktrate. Die Zahl der Transistoren beträgt 5,5
Millionen. Hohe Datentransferraten erzielt der Pentium Pro
aufgrund seiner DIB-Architektur, die Nexgen zum ersten Mal beim
Nx586 eingesetzt hat. Sie besteht aus zwei voneinander
unabhängigen Bus-Systemen, mit denen sich die
Datenübertragungsrate auf das Dreifache erhöhen lässt.
Der Second-Level-Cache ist in die CPU integriert. Der Pentium Pro
ist abwärtskompatibel zu allen vorherigen Intel-CPUs, unter
Windows 95 ist er seinem Pentium-Pendant jedoch klar unterlegen.
Der Grund: Der neue Prozessortyp ist auf 32-Bit-Operationen
optimiert - Windows 95 arbeitet jedoch zum Großteil noch
mit 16-Bit-Befehlsfolgen. |
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Januar 1996 |
Intels Pentium
taktet jetzt mit 150 und 166 MHz. Gleichzeitig senkt Intel die
Preise für 133-MHz-Pentium-CPUs. Intel und AMD einigen sich
über den Nachbau von Intel-Prozessoren: Ab sofort darf AMD
für seine 586-CPU und nachfolgende Chip-Serien lediglich den
Intel-Befehlssatz verwenden - die Microcode-Technik muß AMD
selbst entwickeln. |
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Februar 1996 |
AMD präsentiert
den Am5x86. Der 486DX-Prozessor taktet intern mit 133 MHz
(extern: 33 MHz). Intel reagiert auf die Clones von AMD und Cyrix
mit Preissenkungen für den 100er und 120er Pentium um bis zu
40 Prozent. |
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März 1996 |
IBM/Cyrix
bringen den 6x86 (M1) als PR133+ (100/50MHz), PR15O+ (120/60 MHz)
und als PR166+ (133/66 MHz) auf den Markt. Laut Tests sind die
Clones trotz geringerer Taktraten schneller als die
Intel-Originale Pentium 100, 120 und 133. Der Zusatz ,,PR"
bezieht sich auf das sogenannte P(entium)-Rating. AMD und Cyrix
haben für ihre Prozessoren der fünften Generation die
P-Rating-Zahl eingeführt, die angibt, mit welchem Pentium
der Clone vergleichbar ist. Aus Marketing-Gründen versehen
IBM/Cyrix die CPU-Bezeichnungen zusätzlich mit einem Plus.
AMD präsentiert den K5 PR75 (75MHz). Ihm folgt kurze
Zeit später der K5 PR1OO mit 100 MHz internem Takt. Er
besitzt 16 KB internen Cache, ist bei Integer- Berechnungen
schneller als ein Pentium mit 75 MHz und eignet sich
gleichermaßen für 16- und 32-Bit-Anwendungen. Für
aufrüstwillige Anwender ist der Sockel-7-kompatible
Prozessor genau das richtige. Und nicht zuletzt sein im Vergleich
zum Pentium günstiger Preis (etwa 180 Mark) verhilft dem K5
zu großer Popularität. |
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Juni 1996 |
Der Pentium 200
kommt auf den Markt. Die neue Intel-CPU taktet mit 200 MHz. |
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Juli 1996 |
Als Reaktion auf
den K5 erklärt Intel seine 100-MHz-Pentium-CPU zum
Auslaufmodell. |
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August 1996 |
Nachdem Intel
bereits Pentium-CPUs mit verschiedenen Taktraten vorgestellt hat,
die speziell für mobile Rechner konzipiert sind, kommt jetzt
eine 150-MHz-Variante auf den Markt. Allerdings ist die neue
Pentium-CPU nur unwesentlich schneller als die 133-MHz-Variante,
da ihr Systemtakt 60 MHz (statt 66) beträgt. |
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September 1996 |
Cyrix/lBM
bringen nun ihre neue 6x86-Version, den 6x86 PR2OO+ (bei IBM
heißt er P200), auf den Markt, der mit 150 MHz taktet, sich
aber als leistungsfähiger als der Pentium 200 erweist. Da er
jedoch extern mit 75 MHz taktet, benötigt er eine spezielle
Hauptplatine. Außerdem gilt der Leistungsvorsprung nicht
für den Fließkommabereich - hier liegt der Pentium
vorn. |
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Dezember 1996 |
AMD präsentiert
den K5 PR133. Der neue Prozessor taktet intern mit 100 MHz,
bringt aber laut P-Rating genauso viel an Leistung wie ein
Pentium 133. Die CPU arbeitet mit 66 MHz Systemtakt, gibt wenig
Wärme ab und ist eine echte Pentium-Alternative zum
günstigen Preis. |
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Januar 1997 |
Erste Muster des
K5 PR166 werden ausgeliefert. Der Prozessor taktet intern mit
115,5 und extern mit 66 MHz und entspricht in seiner Leistung
einem 166-MHz-Pentium. Doch Intel ist wieder einen Schritt
weiter: Der Marktführer präsentiert den Pentium MMX.
Die MMX-Technik erweitert die Prozessorarchitektur um 57 neue
Befehle für den Grafik-, Video- und Audio-Bereich. Bei
herkömmlichen Anwendungen sind die MMX-Prozessoren um 10 bis
15 Prozent schneller. Bei speziell für MMX entwickelten
Multimedia-Programmen kann der Leistungsgewinn, so Intel, dagegen
bis zu 87 Prozent ausmachen. Die neue Pentium-MMX-CPU taktet
zunächst intern mit 166 oder 200, extern jeweils mit 66 MHz.
Sie besitzt 4,5 Millionen Transistoren, 32 KB Cache (beim
herkömmlichen Pentium sind es 16 KB) sowie eine verbesserte
Vorhersage bei der Ausführung von Befehlen (Branch
Prediction). Der Prozessorkern benötigt eine spezielle
Spannungsversorgung von 2,8 Volt, während alles andere
weiter mit 3,3 Volt betrieben wird (Split Voltage). Auch für
Notebooks gibt es MMX-Prozessoren. Sie kommen mit 150 oder 166
MHz und sind in einem flachen Gehäuse untergebracht. |
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Februar 1997 |
Cyrix bringt den
Media GX mit Taktraten von 120 und 133, später auch mit 150
und 180 MHz sowie einem internen Cache von 16 KB auf den Markt.
Grafik- und Audio- Funktionen sowie ein Speicher-Controller sind
direkt in die Prozessoreinheit integriert. Die neue CPU übernimmt
Chipsatzfunktionen wie PCI-Anbindung und Speichersteuerung. Dafür
benötigt sie einen "Companion", der den Zugriff
auf alle Schnittstellen und den Audio-Bereich regelt. |
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April 1997 |
AMDs
Antwort auf den MMX-Prozessor von Intel heißt K6. Er
hat eine MMX-Erweiterung, basiert auf dem Nexgen-Chip Nx686 und
besitzt 64 KB internen Cache (Intels MMX arbeitet nur mit 32 KB).
Er paßt in den Sockel 7 und ist damit für jede moderne
- sprich: MMX-fähige und mit Split Voltage ausgestattete -
Pentium-Hauptplatine geeignet. Die MMX-Technik hat AMD von Intel
in Lizenz erhalten. Der K6 wird in 0,35-Mikron-Technik
hergestellt und nach seiner tatsächlichen Taktfrequenz
benannt, das heißt, der K6/PR2-166 taktet intern mit 166
MHz. In Stückzahlen sind kurze Zeit später auch der
K6/PR2-200 und der K6/PR2-233 erhältlich. Mit AMDs K6 hat
Intel einen ernstzunehmenden Konkurrenten bekommen. Bei den
16-Bit-Standardanwendungen und Programmen, die überwiegend
mit Integer-Befehlen arbeiten - etwa Textverarbeitungen - sind
der K6/PR2-200 und -233 dem Pentium MMX überlegen.
Fließkommaberechnungen erledigt der Pentium aber immer noch
schneller. |
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Mai 1997 |
Intels
Pentium II (Codename Klamath), der bislang schnellste Prozessor,
kommt auf den Markt: Der neue Chip mit internen Taktfrequenzen
von 233, 266 und 300 MHz vereint die Vorzüge von Pentium Pro
und MMX. Er taktet extern mit 66 MHz, verfügt über 7,5
Millionen Transistoren und wird in 0,35-Mikron-Technik
hergestellt. Der Pentium II besitzt 32 KB internen Cache und ist
in einem SEC-Gehäuse aus Metall
und Plastik untergebracht. Der Pentium II ist nicht
Sockel-7-kompatibel, sondern mit dem Second-Level-Cache (512 KB)
auf einer kleinen Platine montiert. Da diese Lösung einen
neuen Steckplatz, den Slot 1, erfordert, ist zwangsläufig
eine neue Hauptplatine fällig. Der Pentium II verfügt
über eine Dual-Independent-Bus-Architektur. Doch anders als
der Pentium Pro, der mit dem vollen CPU-Takt auf den
Second-Level-Cache zugreift, arbeitet der Pentium II nur mit dem
halben internen CPU-Takt. |
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Juni 1997 |
Als Reaktion auf
den K6 bringt Intel - entgegen der Pläne, die höheren
Taktraten dem Pentium II zu überlassen - einen Pentium MMX
mit 233 MHz auf den Markt. Intel gewinnt einen Rechtsstreit um
die Bezeichnung MMX (Multimedia Extensions): Wer wie AMD eine
Lizenz für diese Bezeichnung von Intel erworben hat, muss
laut Gericht auf Intels Copyright hinweisen. Nach AMD kommt jetzt
auch Cyrix mit einem MMX-Prozessor. Der 6x86MX - Codename M2 -
ist mit einer von Cyrix/lBM selbstentwickelten MMX-Technik
ausgestattet, die absolut kompatibel zum Intel-Original sein
soll. Der neue Prozessor paßt in den Sockel 7, benötigt
wie der Pentium MMX und der AMD K6 eine zweifache
Spannungsversorgung (2,8/3,3 Volt) und besitzt 64 KB
First-Level-Cache. Es gibt ihn als PR166 (133/66 oder 150/60
MHz), PR2OO (150/75 oder 160/66 MHz) sowie als PR233 (188/75
MHz). |
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August 1997 |
Intel reagiert
auf die Konkurrenz mit massiven Preissenkungen: Der Pentium II
mit 300 MHz etwa kostet ab sofort 57 Prozent weniger. Außerdem
stellt das Unternehmen die Produktion von Prozessoren ohne
MMX-Erweiterung ein. Der amerikanische Chip-Hersteller Natsemi
(National Semiconductor) übernimmt Cyrix. |
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September 1997 |
Intel
präsentiert einen Pentium MMX-Prozessor mit 200 und 233 MHz
Takt, der mit seiner Strukturbreite von 0,28 Mikron weniger Strom
und Spannung (1,8 Volt) benötigt und sich dadurch speziell
für Notebooks eignet. Codename der neuen CPU: Tillamook. |
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Herbst 1997 |
Der
C6, ein besonders preisgünstiger Prozessor von
lDT/Centaur Technology, kommt auf den Markt. Er soll es
mit dem Pentium MMX aufnehmen, Sockel-7-kompatibeI sein und
aufgrund seiner geringen Größe so stromsparend
arbeiten, dass er sich auch für Notebooks eignet. Gerüchten
zufolge ist der Chip nur etwa 5 Prozent langsamer als der
K6-Prozessor von AMD. |
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Dezember 1997 |
Pentium-Pro-CPUs
für Desktop-Systeme laufen zum Jahresende aus. Speziell für
Server konzipierte Pentium-Pro-CPUs sollen jedoch bis Ende März
1998 weiterproduziert werden. AMD entwickelt eine neue
Spezifikation des Sockels 7 für die nächste
K6-Generation. Die neue CPU besitzt ebenfalls einen integrierten
Second-Level-Cache und arbeitet mit 100 MHz externem Takt. Sie
wird als PR266- und als PR300-Version in 0,25-Mikron-Technik
gefertigt. |
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1998 |
Eine neue
Version des 6x86MX mit einem P-Rating von 300 kommt auf den
Markt. Der Media GX von Cyrix wird um MMX- Fähigkeiten,
einen MPEG-Decoder sowie einen Festplatten-Controller erweitert
und taktet mit 200 MHz. Mit dem Media GXm, einem sogenannten
System-on-a-Chip, will Cyrix den Massenmarkt für
Multimedia-Einsteiger-PCs und Set-Top-Boxen mit PC- Technik
erobern. Da die Produktion von Pentium-II-Cartridges billiger ist
als die der kompliziert aufgebauten PGA-Gehäuse (Pingrid
Array) herkömmlicher Prozessoren, prognostiziert Intel, daß
die Entwicklung von Pentium-lI-Prozessoren einen rasanten Verlauf
nehmen wird. Im Januar will das Unternehmen einen Pentium II mit
333 MHz (externer Takt: 66 MHz) sowie Pentium-II-CPUs mit 233 und
266 MHz interner Taktrate (extern: 66 MHz) vorstellen, die für
mobile Systeme konzipiert sind. Dieser neue Prozessortyp wird
angeblich mit einem kleineren Second-Level-Cache kommen und eine
Versorgungsspannung von weniger als 2,5 Volt haben. Für den
Tillamook ist ebenfalls eine 266-MHz- Version im Gespräch. |
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April 1998 |
Intel will den
Pentium MMX nur noch ab 233 MHz produzieren - alle langsameren
Ausführungen erklärt das Unternehmen zu
Auslaufmodellen, die nur noch in Billig-PCs eingebaut werden.
Außerdem werden die 350-MHz-Variante des Pentium II mit 100
MHz Systemtakt sowie ein mobiler Pentium II mit 300 MHz auf den
Markt kommen. |
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Mitte 1998 |
Intel
präsentiert eine 450-MHz-CPU mit erweitertem MMX-Befehlssatz
(MMX 2), zwei internen FPUs und einem Systemtakt von 100 MHz.
Katmai lautet der Codename dieser
Deschutes-Weiterentwicklung. Auch der Deschutes soll nun mit 450
MHz, extern mit 100 MHz laufen. Pentium-II-Prozessoren gibt es ab
jetzt nur noch in Zwei-Prozessor-Systemen. |
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Ende 1998, Anfang 1999 |
Die
interne Taktfrequenz der Intel-CPUs beträgt jetzt an die
1000 MHz (1 GHz): Intel plant eine verbesserte Katmai-Version -
Codename Willamette -, die 30 bis 50 Prozent schneller als
der Deschutes ist. Willamette basiert auf dem Pentium Pro und
besitzt einen vergrößerten Zwischenspeicher sowie eine
zusätzliche Integer-Einheit. |
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Ende 1999 |
Intel
und Hewlett-Packard arbeiten gemeinsam an einer neuen CPU:
Codename Merced. Der 64-Bit-Prozessor; auch P7 genannt,
soll mit 500 MHz takten und - wie der Pentium Pro - einen
integrierten Second-Level-Cache besitzen. Fachkreise vermuten
aber, daß der Umstieg auf die nächste CPU-Generation
nicht vor dem Jahr 2002 möglich sein wird. Die komplexe
64-Bit-Struktur ist aufwendig zu produzieren und macht den
Prozessor anfälliger für Fehler. Hinzu kommt, daß
noch nicht einmal der Sprung auf die 32- Bit-Ebene gelungen ist -
zahlreiche Anwender arbeiten noch immer mit 16-Bit-Programmen.
Intel plant ferner einen Pentium-Pro-Overdrive, einen
Pentium-II-Prozessor für Sockel 8, mit dem sich
Pentium-Pro-Server aufrüsten lassen. |